Elektrisch mobil mit den Stadtwerken

Fragen und Antworten zur Elektromobilität

1. Was ist Elektromobilität und was bringt sie?

Elektromobilität ist die neue Art der individuellen Fortbewegung mit Fahrzeugen, die komplett (Elektrofahrzeuge) oder teilweise (Hybrid-Fahrzeuge) mit Strom angetrieben werden. Mit Strom als Energieträger können wir uns sukzessive von fossilen Energiequellen unabhängig machen. Ladestrom aus rein regenerativen Energiequellen ermöglicht eine nahezu CO2-freie Fortbewegung, senkt die Feinstaub- und Lärmbelastung erheblich und steigert die Lebensqualität.

2. Muss ich mit einem E-Auto mein Tankverhalten ändern?

Mit elektrifizierten Fahrzeugen fährt man nicht bis der Tank leer ist. Das Fahrzeug wird in der Regel über Nacht aufgeladen. Für das Nachladen tagsüber stehen öffentliche Ladepunkte in den Innenstädten und an Raststationen zur Verfügung. In NRW gibt es zurzeit rund 1.400 öffentliche zugängliche Ladestationen. Experten gehen jedoch davon aus, dass schon bald immer mehr Supermärkte, Restaurants etc. Lademöglichkeiten anbieten werden.

3. Welche Reichweiten haben Elektrofahrzeuge?

Reine Elektrofahrzeuge haben eine Reichweite von bis zu 400 km. Das Fahrverhalten sowie die zusätzliche Verwendung von Radio oder Klimaanlage beeinflussen die Reichweite. Fahrzeuge mit sogenannten Range-Extendern (REX) können Fahrstrecken bis zu 60 km rein elektrisch zurücklegen. Gerade im Kurzstreckenbereich oder im Stop-and-go-Verkehr verursacht der konventionelle Antrieb einen besonders hohen Treibstoffverbrauch und einen hohen Emissionsausstoß. Studien belegen, dass bis zu 90 % aller täglich zurückgelegten Strecken unter 30 km sind. Damit sind auch schon reine Elektroautos mit einer Reichweite von 130 km für den Alltag bestens geeignet. Plug-in Hybridautos mit zusätzlichem Verbrennungsmotor stehen herkömmlichen Autos in der Reichweite um nichts nach.

4. Was ist der Unterschied zwischen Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeugen? Welche Antriebsarten gibt es?

BEV (Battery Electric Vehicle): Diese Fahrzeuge werden gänzlich von einem Elektromotor angetrieben. Die Energie dazu kommt aus der Ladestation und wird in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert. Fahrzeugbeispiele: BMW i3, Renault Zoe, Nissan Leaf, Kia Soul EV, Mercedes B-Klasse Electric Drive, Tesla Model S, VW e-Golf.

HEV (Hybrid Electric Vehicle). Ein Hybridantrieb besteht aus einem Elektro- und einem Benzin- oder Dieselmotor. Der Hybridakku wird nur während der Fahrt per Generator aufgeladen, entweder durch den Benzinmotor oder durch Bremsenergierückgewinnung. Rein elektrisch kann ein HEV nur kurze Strecken fahren. Verbrauchsvorteile hat das Auto vor allem im Stadtverkehr. Das klassische Beispiel für ein HEV ist der Toyota Prius.

PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle). Beim Plug-in-Hybrid hat das Auto noch einen Stecker an Bord: Zusätzlich zur Aufladung während der Fahrt wird der Akku an der Steckdose oder einer Ladesäule „vorgeladen“. So sind Strecken bis rund 50 Kilometer komplett elektrisch fahrbar, bevor der Verbrennungsmotor wieder mithelfen muss. Der Hybridakku eines PHEV hat viel mehr Kapazität als bei einem normalen Hybriden und nutzt in der Regel Lithium-Ionen-Technik. Deshalb sind diese Autos auch deutlich teurer. Vorteil: Wegen des vollwertigen Verbrennungsmotors entspricht die Gesamtreichweite des Hybriden der eines normalen Diesel- oder Benzinfahrzeugs. Zu den PHEVs gehören zum Beispiel VW Passat GTE, Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid, Audi A3 e-tron, BMW i3 (mit Range Extender) oder Porsche Cayenne S E-Hybrid.

REX (Range Extender): Diese Variante des elektrischen Antriebs verfügt über einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor. Der Unterschied zum PHEV ist, dass der Verbrennungsmotor zum Wiederaufladen des Akkus und nicht für den direkten Antrieb vorgesehen ist. Wenn der Akku leer ist, wird der Verbrennungsmotor gestartet und über einen Generator elektrische Energie für den Betrieb des Elektromotors gewonnen. Fahrzeugbeispiele: BMW i3REX, Opel Ampera.

5. Welche Steckertypen gibt es?

TYP 1 (AC=Wechselstrom): Beim Typ 1-Stecker handelt es sich um einen Einphasen-Ladestecker der Ladungen bis zu einer Ladeleistung mit 7,4 kW (bei 230 V und 32 A) Wechselstrom ermöglicht. Dieser Stecker ist vor allem bei Fahrzeugen asiatischer Hersteller verbreitet und wird von den europäischen Herstellern ab 2017 nicht mehr eingesetzt. Mit einem Adapter kann aber auch weiterhin ein Fahrzeug mit einem Typ 1-Stecker geladen werden.

TYP 2 (AC): Der Typ 2-Stecker ist hierzulande der am weitesten verbreitete Steckertyp. Mit dem Typ 2-Stecker kann bei 230 V einphasig bzw. 400 V dreiphasig mit Ladeleistungen von 3,7 kW bis 43,5 kW geladen werden. Dieser Steckertyp ist ab 2017 Standard bei europäischen Autoherstellern.

CCS Combo-Stecker (AC/DC=Gleichstrom): Mit dem so genannten „Combined Charging System“ wird das Laden von Elektrofahrzeugen mit Gleich- und Wechselstrom (AC & DC) unterstützt. Durch den CCS-Stecker ist nur eine einzige Ladebuchse für das Laden mit AC und DC notwendig. Dieser Stecker ermöglicht schnelles Laden mit bis zu 200 kW.

CHAdeMO-Stecker (DC): Der CHAdeMO-Stecker wird häufig bei E-Fahrzeugen aus dem asiatischen Raum eingesetzt. Die Ladeschnittstelle basiert auf Gleichspannung, es kann bei einer Spannung von 300 bis 600 Volt und mit bis zu 62,5 kW geladen werden. Ein leer gefahrenes Elektroauto kann innerhalb von 20-30 Minuten auf 80 % der Batteriekapazität aufgeladen werden. Das Ladekabel ist fix mit der Ladestation verbunden.

6. Brauche ich für das Aufladen zu Hause mehr als eine normale Schuko-Steckdose?

Wir empfehlen unser eBox, da beim Ladevorgang  über gewöhnliche Haushaltssteckdosen die Leitungen und Steckdosen über mehrere Stunden hinweg mit sehr hohen Stromstärken belastet werden. In der Regel entsprechen Haushaltssteckdosen diesen Anforderungen nicht. Am besten besprechen Sie dies mit einem Elektriker.

7. Gibt es ein spezielles Strom-Angebot für Elektro-Autos?

Mit halternstrommobil sparen Sie nicht nur Geld. Sie betanken Ihr Fahrzeug mit 100 % nachhaltig erzeugtem Strom und schonen damit die Umwelt. Sprechen Sie uns an, wir informieren Sie gerne.    

8. Wie lange dauert es, bis der Akku eines Elektroautos voll aufgeladen ist?

Die Ladedauer hängt von der Kapazität des verbauten Akkus und der verwendeten Ladesteckdose ab. An Ladesäulen mit einem 400 Volt - Anschluss (Ladesteckdosen Typ 2, 400 V/32 A AC für Mode 3 Ladung bis 22 KW) dauert eine Komplettladung rund eine halbe Stunde. An einem üblichen 230 Volt- Anschluss sollte man eine Ladedauer von rund 5-10 Stunden einplanen.

9. Ist ein Elektrofahrzeug genau so sicher wie ein Auto mit Verbrennungsmotor?

Wie alle Fahrzeuge müssen auch Elektroautos dezidierte Sicherheitstests (NCAP etc.) durchlaufen und bestehen, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Es gibt daher grundsätzlich keine zusätzlichen Risiken gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen. So verlieren die Hochspannungselemente beispielsweise bei einem Unfall ihre Spannung, so dass keine Gefahr für die Nutzer besteht. Generell gilt: Elektrifizierte Fahrzeuge können bei allen Witterungsverhältnissen sicher geladen werden, auch Regen oder Schnee stellen kein Problem dar.

10. Sind Elektroautos durch die Geräuschlosigkeit für Fußgänger gefährlich?

Bei niedrigen Geschwindigkeiten könnten Elektrofahrzeuge aufgrund fehlender Motorengeräusche für Fußgänger oder Radfahrer ein Problem darstellen. Es bleiben jedoch Wind- und Abrollgeräusche. Bei Verwendung von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr muss daher vermehrt auf Fußgänger geachtet werden. Mit der Zunahme der E-Mobilität im Verkehrsalltag wird sich auch das Verhalten von Fußgängern und Radfahrern entsprechend anpassen.

11. Wie kann man mit Elektro-Autos sparen?

Elektroautos sind im Betrieb günstiger als Benzin- oder Dieselfahrzeuge, weil sie mit der eingesetzten Energie wesentlich effizienter umgehen. Vergleicht man die Kosten für 100 km, so ist Elektroenergie um bis zu 2/3 günstiger als herkömmlicher Treibstoff. Elektro-Autos haben weniger Verschleißteile (z. B. Auspuff oder Kupplung) und brauchen keinen Ölwechsel. In der Wartung sind sie deshalb bis zu 35 % günstiger.