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350 Haushalte von BEV-Pleite betroffen

Der Stromanbieter BEV (BEV Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH) hat am 29. Januar Insolvenz angemeldet. In Haltern am See sind davon ca. 350 Kunden betroffen.

Diese Kunden der BEV müssen aber nicht befürchten, plötzlich ohne Strom oder Gas dazustehen. „Ihr Bezug von Strom und Gas ist auf jeden Fall durch Ihren Ersatzversorger sichergestellt“, teilt der Insolvenzverwalter auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite mit. Weiter heißt es dort: „Da die BEV ihren Lieferverpflichtungen aus den Verträgen nicht mehr erfüllen kann, sieht das Gesetz in Deutschland vor, dass die Kunden automatisch in die Ersatzversorgung durch den örtlichen Grundversorger mit Strom und Gas beliefert werden.“ Die Stadtwerke Haltern am See werden die betroffenen Kunden in den nächsten Tagen informieren. „Niemand bleibt ohne Strom oder Gas“, versichert Carsten Schier, Geschäftsführer der Stadtwerke Haltern am See.

Nach einer Mitteilung des zuständigen Amtsgerichtes war die BEV durch gestiegene Energiebeschaffungskosten in Schwierigkeiten geraten. Mehrere Medien hatten in den letzten Wochen darüber berichtet, dass Kunden mit Preiserhöhungen von bis zu 277 Prozent konfrontiert wurden. Bundesweit sind nach Branchenschätzungen mehr als 500.000 BEV-Kunden von der Insolvenz betroffen. Diese müssen nun befürchten, dass ausstehende Neukundenboni oder Guthaben nicht mehr ausgezahlt werden.

Für Stadtwerke-Geschäftsführer Carsten Schier ist die Pleite keine Überraschung. Internetanbieter würden teilweise mit Konditionen locken, die auf Dauer nicht durchzuhalten seien. Eine Schieflage sei dann vorprogrammiert, wie zuvor unter anderem bei Teldafax, Flexstrom oder Care-Energy. Schier empfiehlt allen Kunden, nicht auf kurzfristige Lockvogelangebote hereinzufallen. „Die Fallen verstecken sich meist im Kleingedruckten“, so der Geschäftsführer: „Die Stadtwerke bieten dagegen faire Vertragsbedingungen, günstige Preise und auf Wunsch auch eine Preisgarantie.

Nachricht vom 31.01.2019